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Archiv für die Kategorie ‘Investment / Börse’

Investmentfonds verspüren Rückenwind

Die österreichischen Investmentfonds haben 2009 den Turnaround geschafft: Die von den
österreichischen Kapitalanlagegesellschaften verwalteten Fondsvolumina stiegen um 7,8 %
auf 136,7 Mrd. Euro. Die für Jänner und Februar 2010 verbuchten Absatzzahlen deuten auf
eine Fortsetzung dieser Aufwärtsentwicklung hin. Die Vereinigung Österreichischer
Investmentgesellschaften (VÖIG) und die Vereinigung Ausländischer Investmentgesellschaften
in Österreich (VAIÖ) zeigen sich bei einem Pressegespräch in Wien zuversichtlich,
schrittweise Anlegervertrauen zurückgewinnen zu können. Die veränderte Zinsenlandschaft,
lässt viele Investoren nach Anlage-Alternativen Ausschau halten.

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Warren Buffett kauft sich eine Eisenbahn

4. November 2009 Matthias Heimberger 1 Kommentar

Es ist der teuerste Zukauf des legendären Investors: Trotz Krise kauft Warren Buffett für 44 Milliarden Dollar einen US-Güterbahn-Riesen. Buffett selbst spricht von einer Wette auf die wirtschaftliche Zukunft der USA. Ein Vorbild für Anleger?

Der Multimilliardär setzt mit dem Geschäft auf eine Konjunkturerholung in den USA. “Ich liebe Wetteinsätze”, sagte Buffett. Der Bahnverkehr auf der Schiene sei entscheidend für das künftige Wachstum Amerikas. Buffetts Holding Berkshire Hathaway schluckt den Bahnkonzern Burlington Northern Santa Fe für umgerechnet 30 Milliarden Euro. Der Gigant mit “Hauptbahnhof” im texanischen Fort Worth hat als einer der Branchenführer eines der weitreichendsten Schienennetze quer über den Kontinent.

Angesichts von Buffets legendärem Ruf als Investmentgenie fragen sich nun weltweit sowohl Aktienexperten als auch private Kleinanlager: Steht damit der Aufschwung endgültig fest? Sollen alle ihr Geld so anlegen? Buffetts Credo: Er kaufe nur Firmen, deren Geschäft er verstehe. Coca-Cola etwa mag er. Nun gönnt sich der knorrige Multimilliardär mit der markanten Hornbrille eine Eisenbahn mit rund 6.700 Lokomotiven. Manche Kritiker halten den Kaufpreis für zu hoch.

Überraschungscoup gelungen

Das US- Bahngeschäft litt schwer unter der Krise. Zuvor allerdings hatten die schier endlosen Güterwaggonzüge in Amerikas Weiten eine regelrechte Renaissance erfahren. Buffetts Holding besitzt schon gut ein Fünftel der durch Fusionen entstandenen Bahngesellschaft und kauft sie nun komplett. Der Preis beinhaltet auch zehn Milliarden Dollar Schulden.

Wie so oft gelang Buffett ein Überraschungscoup, nichts war zuvor durchgesickert. Ähnlich hatte er vor gut einem Jahr mitten in der Finanzkrise Milliarden in die US-Investmentbank Goldman Sachs und den Siemens-Erzrivalen General Electric (GE) investiert – als kaum jemand Geld hergeben wollte. Doch der ausgefuchste Buffett sicherte sich dafür auch für ihn höchst profitable Konditionen. Berkshire zahlt je Burlington-Aktie wahlweise 100 Dollar in bar oder in Form eigener Aktien. Der Kaufpreis bedeutet einen Aufschlag von gut 30 Prozent auf den letzten Schlusskurs der Eisenbahn-Aktie. Am Dienstag schoss das Papier fast genauso stark in die Höhe. Auch Berkshire-Anteile verteuerten sich leicht.

Die Berkshire-Aktie ist mit einem Preis von zuletzt rund 100.000 Dollar die teuerste Aktie der Wall Street. Für Kleinanleger hat Buffett eine spezielle Aktienklasse geschaffen. Diese B-Aktie kostete zuletzt rund 3.300 Dollar. Sie soll nun nochmals gesplittet und dadurch billiger werden, um auch kleineren Burlington-Aktionären den Aktientausch zu ermöglichen. Und auch andere Kleinanleger weltweit können sich so noch einmal fragen: “Soll ich’s vielleicht auch wie Buffett machen?”

EU-Prognose: Österreich 2010 mit 1,1 % BIP-Plus

Die EU-Kommission sagt in ihrer Herbstprognose für das kommende Jahr eine etwas schnellere Wirtschaftserholung voraus als bisher erwartet. Österreichs Wirtschaft wird demnach 2010 um 1,1 Prozent und im Jahr darauf um 1,5 Prozent wachsen.

Für die Euro-Zone geht Brüssel nun für 2010 von einem realen Plus von 0,7 und für 2011 von 1,5 Prozent aus. Budgetdefizite und Staatsverschuldung werden gemäß den Zahlen deutlich ausgeweitet werden.

Im Frühjahr war sowohl für Österreich 2010 als auch für die Euro-Zone noch ein leichter BIP-Rückgang von 0,1 Prozent erwartet worden. Für das zu Ende gehende Jahr bekräftigt die EU-Herbstprognose für die Euro-Zone unverändert ein Minus von 4,0 Prozent, für Österreich wird es 2009 demnach “nur” zu einer Schrumpfung von 3,7 Prozent kommen. Gegenüber den Erwartungen im vergangenen Mai ist die Vorhersage für Österreich etwas verbessert, im Frühjahr hatte die EU-Kommission noch minus 4,0 Prozent erwartet.

US-Wirtschaft wächst

Nach einem Jahr in der Rezession ist die US-Wirtschaft erstmals wieder gewachsen.

Das Bruttoinlandsprodukt der größten Wirtschaftsnation der Welt legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent zu, teilte das US-Handelsministerium heute in Washington unter Berufung auf eine erste Schätzung mit.

Zuvor war die US-Wirtschaft in vier Quartalen nacheinander geschrumpft.

Immoeast: UniCredit hebt das Kursziel neuerlich an

Die Analysten der UniCredit schrauben das Kursziel für die Aktie der Immoeast weiter nach oben – und zwar von 5,1 auf 6 Euro. Die Kaufempfehlung wird bestätigt.

Analyst Alexander Hodosi begründet das mit einem besseren Umfeld für den europäischen Immobiliensektor sowie der Erwartung, dass sich die Immobilienpreise in CEE erholen. Das Kursziel basiere auf einem 10%-Abschlag zum NAV sowie einem weiteren Abschlag von 10% für das CEE- und Entwicklungs-Exposure.

“Wir glauben, dass nach den Turbulenzen auf den Immobilienmärkten im heurigen Geschäftsjahr ein Wendepunkt erreicht werden kann. Der Rückgang der Immobilienbewertungen könnte den Tiefpunkt erreichen”, so Hodosi.

Mit Blick auf die für das erste Halbjahr 2010 angestrebte Fusion zwischen Immofinanz und Immoeast errechnet UniCredit ein Verhältnis von 1,64:1. Sprich, die Minderheitsaktionäre der Immoeast sollten für 1 Immoeast-Aktie 1,64 neue Immofinanz-Aktien erhalten. Dies inkludiert bereits die geplante Kapitalerhöhung der Immofinanz.

Hodosi sieht zudem hohes Potenzial aus der Wiederaufnahme einzelner Projekte, die vorübergehend stillgelegt worden sind. So beläuft sich die eingefrorene Entwicklungspipeline auf auf 1,7 Mrd. Euro, für die bereits 1,1 Mrd. Euro investiert worden sind.

Konjunktur: Deutliche Trendwende in Deutschland

Die deutsche Bundesregierung sieht die Wirtschaft auf deutlichem Erholungskurs: Für 2010 sagt sie in ihrer heute veröffentlichten Herbstprognose ein Wachstum von 1,2 Prozent voraus. Bisher hatte sie ein Plus von 0,5 Prozent erwartet.

Für dieses Jahr wird mit einem Einbruch von nur noch 5,0 (bisher 6,0) Prozent gerechnet. Die Talsohle sei im Sommer durchschritten worden, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU): “Die Chancen stehen gut, dass wir im nächsten Jahr den Aufwärtskurs festigen können.”

Die deutsche Regierung schließt sich damit den Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute an, die ihr Herbstgutachten kürzlich vorgelegt hatten. Auf dieser Grundlage wagen die Steuerschätzer im November eine Vorhersage für die Entwicklung des Staatseinnahmen. Daran wiederum wird der Bundeshaushalt der neuen Regierung ausgerichtet.

Union will Steuerentlastungen
Ungeachtet der riesigen Haushaltslöcher sprach sich Guttenberg für Entlastungen von Bürgern und Unternehmen aus. “Nur wenn wir Bürger und Wirtschaft entlasten und die Wege zu neuen Zukunftschancen ebnen, werden wir die Krise erfolgreich meistern.” Angesichts der angespannten öffentlichen Finanzen bleibe Haushaltsdisziplin aber eine Selbstverständlichkeit.

Trotz der Konjunkturerholung rechnet die deutsche Regierung mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Erwerbslosen werde in diesem Jahr um rund 190.000 auf knapp 3,5 Millionen zunehmen und 2010 auf 4,1 Millionen steigen, hieß es.

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Goldman Sachs steigert Gewinn um 73 Prozent

Der US-Bankkonzern Goldman Sachs hat im dritten Quartal einen Gewinnsprung um 73 Prozent gemacht. Wie das Unternehmen heute mitteilte, stieg der Gewinn auf 3,03 Mrd. Dollar (zwei Mrd. Euro) oder 5,25 Dollar je Aktie.

20 Mrd. Dollar Bonuszahlungen
Analysten hatten einen Profit von 4,24 Dollar je Aktie vorhergesagt. Goldman dürfte damit am Jahresende an seine Mitarbeiter Boni von mehr als 20 Mrd. Dollar ausschütten. Es werden aber auch Zweifel laut, wie lange sich Gewinne in dieser Höhe noch fortsetzen lassen.

Im vergleichbaren Vorjahresquartal lag der Gewinn bei 810 Mio. Dollar. Das vergleichbare Vorjahresquartal endete allerdings schon im August. Im Zuge der Finanzmarktkrise wurde aus der früheren Investmentbank eine Bankholding, seither läuft das dritte Quartal von Juli bis September.

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