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Archiv für Oktober, 2009

Sparzinsen sind in den Keller gerasselt

„Alle Sparzinsen sind ziemlich in den Keller gerasselt“, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz anlässlich des Weltspartages. „Die Banken haben es sich nicht nehmen lassen, auf die Zins-senkungen der Europäischen Zentralbank rasch und umfassend zu reagieren. Bedenklich ist das Auftauchen von Sparbüchern, deren Ertrag an die Entwicklung von Aktien oder an einen Kaufzwang von Fonds gekoppelt ist. Werden solche Produkte mit Lockzinsen beworben werden, haben sie am Sparbuchmarkt nichts verloren.“

Wer ein täglich fälliges Sparbuch hat, bekommt bei Banken Sparzinsen von 0,062 (Spardabank Wien – Sparbuch) bis 2,2 Prozent (direktanlage.at – Neukundenaktion bis 27.11., Mindest-sparsumme 3.000 Euro). Bei den Direktbanken gibt es ein (Allianz Investmentbank – Top Cash) bis 2,1 Prozent (easybank – easy zinsmax).

Viele Banken bieten als Alternative zum normalen Sparbuch so genannte Sparcards oder Online-Sparkonten an. Die Einlagen sind täglich fällig. Die Zinsen reichen von 0,062 (PSK Bank – PSCard; BAWAG – Top Card) bis 1,250 Prozent (Sparda Bank Wien – online-plus Anlagekonto; PSK Bank – e-clever online Sparkonto mit einer Mindestsparsumme von einem Euro). Üblicherweise sind die Zinsen bei Sparcards betragsabhängig. Es gilt: Je höher der angelegte Betrag ist, desto besser der Zinssatz.

Aber die Zinsen für die viel beworbenen Sparcards sind heuer kräftig gefallen. Bei der Hälfte der untersuchten Sparcards gibt es nur mehr Zinsen bis zu 0,125 Prozent (ab Mindestsparsumme null Euro). Das ist nicht nachvollziehbar, denn der Kunde ist in der kostensparenden Selbstbedienung im Bankfoyer tätig und führt eben keine teure Bargeldbehebung am Schalter durch, wie die Banken immer wieder vielfach anführen.

Bei den Kapitalsparbüchern gibt es fixe Zinssätze. Konsument-Innen legen Einmalbeträge an, die sie als Sparer für eine bestimmte Zeit nicht benötigen. Freilich ist eine vorzeitige Behebung möglich, aber dann gibt es einen geringeren Zinssatz. Die Zinsen für ein Kapitalsparbuch für zwölf Monate betragen 0,5 Prozent (Bank Winter & C0 AG) bis 2,1 Prozent (bankdirekt.at – Fixzinsanlage; livebank.at VB Kufstein – Online-Festgeld). Für drei Jahre sind die Zinsen 0,5 Prozent (Bank Winter & CO AG – Kapitalsparbuch) bis 3,27 Prozent (Autobank – Termineinlage).

Manche Sparprodukte (“Vier Prozent fix auf sechs Monate”) sind etwa mit dem Kauf von Fonds oder einer Lebensversicherung untrennbar verknüpft. Das angebotene Kapitalsparbuch ist zwar gut verzinst, aber die Sparer müssen etwa gleichzeitig Fonds-anteile kaufen und ein Wertpapierdepot eröffnen. Was in der Werbung nicht groß geschrieben ist, sind die anfallenden Fonds-kaufspesen von zwei Prozent. Die Spesen dezimieren den Zinsertrag stark. Die Kombi-Produkte mit unterschiedlichen Laufzeiten und Produkteigenschaften sind für Sparer zu undurchsichtig und ungeeignet.

Quelle: wien.arbeiterkammer.at

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US-Wirtschaft wächst

Nach einem Jahr in der Rezession ist die US-Wirtschaft erstmals wieder gewachsen.

Das Bruttoinlandsprodukt der größten Wirtschaftsnation der Welt legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent zu, teilte das US-Handelsministerium heute in Washington unter Berufung auf eine erste Schätzung mit.

Zuvor war die US-Wirtschaft in vier Quartalen nacheinander geschrumpft.

Reiche Rentner leben länger!

Erst mit dem Alter kommt das Glück!

Langzeitstudien an Tausenden US Probanden zufolge werden die meisten Menschen mit steigendem Lebensalter zufriedener und glücklicher.

Das Max-Planck Institut Rostock hat die Daten von 5,5 Millionen männlichen Rentnern ausgewertet: Ein 65jähriger mit geringerem Einkommen und demnach geringerer Rente, lebt noch durchschnittlich 14 Jahre – ein bessergestellter Rentner mit finanziellen Reserven lebt noch 19 Jahre! Ergo: reiche Rentner leben länger!

  • 85 % der Bevölkerung machen sich häufig Gedanken darüber, was sie für die eigene Gesundheit tun können
  • 76 % sorgen sich um die Zukunft der Kinder
  • 75 % um die Sicherheit der staatlichen Pensionen
  • 74 % fragen sich, ob sie monatlich mit ihrem Geld auskommen

Wie Sie Ihre Sorgen vergessen und glücklich und zufrieden älter werden können, zeigt Ihnen Dir. Helmut Horeth von der Nürnberger Versicherung.

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Schnellere Überweisungen

Mit 1. November 2009 tritt das neue Zahlungsdienstgesetz für Österreich in Kraft. Für Bankkunden verändert sich einiges zum Positiven: Überweisungen werden europaweit von einem Tag auf den anderen durchgeführt, Kontoschließungsgebühren entfallen und Einspruchsfristen werden verlängert. Die 5 Neuerungen des Zahlungsdienstgesetz (ZaDIG) im Überblick:

  • Elektronische Zahlungsaufträge in Euro innerhalb der EU werden bereits am nächsten Tag dem Empfängerkonto gutgeschrieben. Bisher galten 5 Tage als Regel.
  • Kontoschließungsgebühren bei Girokonten entfallen in in Österreich
  • Bei einer unberechtigten Abbuchung können Kunden Lastschriften innerhalb von 56 Tagen ab dem Zeitpunkt der Belastung ohne Angabe von Gründen rückrechnen lassen. Bisher waren es 42 Tage.
  • Für Reklamationen bei nicht autorisierten Abbuchungen sieht das neue Gesetz zukünftig 13  Monate Einspruchsfrist vor. Solche Abbuchungen passieren häufig im Zusammenhang mit Glücksspielen.
  • klarere Ausweisung von Gebühren
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Immoeast: UniCredit hebt das Kursziel neuerlich an

Die Analysten der UniCredit schrauben das Kursziel für die Aktie der Immoeast weiter nach oben – und zwar von 5,1 auf 6 Euro. Die Kaufempfehlung wird bestätigt.

Analyst Alexander Hodosi begründet das mit einem besseren Umfeld für den europäischen Immobiliensektor sowie der Erwartung, dass sich die Immobilienpreise in CEE erholen. Das Kursziel basiere auf einem 10%-Abschlag zum NAV sowie einem weiteren Abschlag von 10% für das CEE- und Entwicklungs-Exposure.

“Wir glauben, dass nach den Turbulenzen auf den Immobilienmärkten im heurigen Geschäftsjahr ein Wendepunkt erreicht werden kann. Der Rückgang der Immobilienbewertungen könnte den Tiefpunkt erreichen”, so Hodosi.

Mit Blick auf die für das erste Halbjahr 2010 angestrebte Fusion zwischen Immofinanz und Immoeast errechnet UniCredit ein Verhältnis von 1,64:1. Sprich, die Minderheitsaktionäre der Immoeast sollten für 1 Immoeast-Aktie 1,64 neue Immofinanz-Aktien erhalten. Dies inkludiert bereits die geplante Kapitalerhöhung der Immofinanz.

Hodosi sieht zudem hohes Potenzial aus der Wiederaufnahme einzelner Projekte, die vorübergehend stillgelegt worden sind. So beläuft sich die eingefrorene Entwicklungspipeline auf auf 1,7 Mrd. Euro, für die bereits 1,1 Mrd. Euro investiert worden sind.

Konjunktur: Deutliche Trendwende in Deutschland

Die deutsche Bundesregierung sieht die Wirtschaft auf deutlichem Erholungskurs: Für 2010 sagt sie in ihrer heute veröffentlichten Herbstprognose ein Wachstum von 1,2 Prozent voraus. Bisher hatte sie ein Plus von 0,5 Prozent erwartet.

Für dieses Jahr wird mit einem Einbruch von nur noch 5,0 (bisher 6,0) Prozent gerechnet. Die Talsohle sei im Sommer durchschritten worden, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU): “Die Chancen stehen gut, dass wir im nächsten Jahr den Aufwärtskurs festigen können.”

Die deutsche Regierung schließt sich damit den Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute an, die ihr Herbstgutachten kürzlich vorgelegt hatten. Auf dieser Grundlage wagen die Steuerschätzer im November eine Vorhersage für die Entwicklung des Staatseinnahmen. Daran wiederum wird der Bundeshaushalt der neuen Regierung ausgerichtet.

Union will Steuerentlastungen
Ungeachtet der riesigen Haushaltslöcher sprach sich Guttenberg für Entlastungen von Bürgern und Unternehmen aus. “Nur wenn wir Bürger und Wirtschaft entlasten und die Wege zu neuen Zukunftschancen ebnen, werden wir die Krise erfolgreich meistern.” Angesichts der angespannten öffentlichen Finanzen bleibe Haushaltsdisziplin aber eine Selbstverständlichkeit.

Trotz der Konjunkturerholung rechnet die deutsche Regierung mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Erwerbslosen werde in diesem Jahr um rund 190.000 auf knapp 3,5 Millionen zunehmen und 2010 auf 4,1 Millionen steigen, hieß es.

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Goldman Sachs steigert Gewinn um 73 Prozent

Der US-Bankkonzern Goldman Sachs hat im dritten Quartal einen Gewinnsprung um 73 Prozent gemacht. Wie das Unternehmen heute mitteilte, stieg der Gewinn auf 3,03 Mrd. Dollar (zwei Mrd. Euro) oder 5,25 Dollar je Aktie.

20 Mrd. Dollar Bonuszahlungen
Analysten hatten einen Profit von 4,24 Dollar je Aktie vorhergesagt. Goldman dürfte damit am Jahresende an seine Mitarbeiter Boni von mehr als 20 Mrd. Dollar ausschütten. Es werden aber auch Zweifel laut, wie lange sich Gewinne in dieser Höhe noch fortsetzen lassen.

Im vergleichbaren Vorjahresquartal lag der Gewinn bei 810 Mio. Dollar. Das vergleichbare Vorjahresquartal endete allerdings schon im August. Im Zuge der Finanzmarktkrise wurde aus der früheren Investmentbank eine Bankholding, seither läuft das dritte Quartal von Juli bis September.

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